Im AI Daily Brief zur nächsten Regelschlacht rund um KI steckt eine kleine, aufschlussreiche Beobachtung: OpenAI verdoppelt seine Belegschaft auf 8.000 Mitarbeiter. Eine der neuen Rollen: „Technical Ambassador“, also jemand, der Unternehmen zeigt, wie man die Tools tatsächlich nutzt.
Halt. Ein 840-Milliarden-Dollar-Unternehmen, das die leistungsfähigsten Sprachmodelle der Welt baut, stellt Menschen ein die anderen erklären wie man das Produkt benutzt. Das sagt mehr über den Stand der KI-Adoption als jede Benchmark-Studie.
Die Modelle sind gut genug. GPT-4 schreibt bessere Texte als die meisten Mitarbeitenden. Claude analysiert Verträge schneller als jede Rechtsabteilung. Gemini fasst Meeting-Aufnahmen in Sekunden zusammen. Die Technologie ist nicht das Problem.
Das Problem ist der Abstand zwischen Verfügbarkeit und Nutzung. Zwischen „das Tool existiert" und „mein Team arbeitet jeden Tag damit". Dieser Abstand schrumpft nicht von allein — er braucht Menschen die ihn überbrücken. Bei OpenAI heißen sie Technical Ambassadors. In Unternehmen heißen sie meistens gar nichts, weil die Rolle noch nicht existiert.
Wer heute KI-Adoption als IT-Rollout behandelt, wird in zwei Jahren feststellen: Die Software lief. Die Menschen nicht.