Die Frage, wer KI-Strategie im Unternehmen verantwortet, hat eine neue Antwort: der CEO persönlich. Neue Umfragedaten zeigen, dass die Verlagerung bereits stattfindet — und sie passiert nicht, weil CEOs plötzlich technikbegeistert sind, sondern weil KI von der Experimentierphase in die Kernstrategie rückt.
Wenn KI rezessionssicher wird — also auch bei Budgetkürzungen nicht mehr zur Disposition steht — ändert sich ihre organisatorische Gravität. Sie ist nicht mehr IT-Projekt, nicht mehr Innovation-Lab-Thema, nicht mehr CTO-Domäne. Sie wird zum strategischen Hebel, der direkt im Vorstand verankert sein muss.
Das ist für die Enablement-Praxis eine gute Nachricht mit einem Haken. Gut, weil CEO-Aufmerksamkeit Budgets, Mandate und organisatorische Durchschlagskraft bringt. Der Haken: Wenn der CEO KI-Strategie selbst führt, wird die Erwartung an Ergebnisse schärfer und die Geduld kürzer. „Wir probieren mal" reicht nicht mehr. Es braucht messbare Outcomes, klare Roadmaps und sichtbaren Fortschritt.
Für Enablement-Verantwortliche bedeutet das eine Repositionierung. Weg vom „Wir machen Schulungen" hin zu „Wir liefern die Befähigung, die die KI-Strategie des Vorstands umsetzbar macht". Das ist ein härterer Anspruch, aber auch eine stärkere Position. Wer als strategischer Enabler wahrgenommen wird, sitzt am richtigen Tisch.